Urlaub im Kleinwalsertal

Zum Österreichischen Bundesland Vorarlberg gehörend, ist im Kleinwalsertal nicht nur die Luft reiner, der Blick in die Ferne freier und weiter und die Sonne strahlender, das Tal und seine Bewohner fühlen sich ihrer Heimat auch verbundener als anderswo und der Zusammenhalt untereinander ist größer und besser.

Mundart und Traditionen

werden dementsprechend gepflegt, Kultur und Brauchtum gelebt. Musik- und Trachtenfeste gibt es leider nicht mehr so oft wie früher, dafür sind sie echt, nicht kopiert und nicht nur irgendein Termin im Veranstaltungskalender.

Die "Walser Tracht" wird mit Stolz und Bewusstsein getragen und dies nicht nur zum sonntäglichen Kirchgang.

Lage und Bevölkerung

Dies alles hängt einerseits mit der überschaubaren Ausdehnungen des Tales zusammen. 15 km lang und ca. 6,5 km breit, leben die 5.000 Einwohner somit auf einer Fläche von 97 km², welche natürlich nur zu einem kleinen Prozentsatz besiedelt sind. Andererseits spielt es eine Rolle, dass das Gebiet von Bergen regelrecht "eingekesselt" und per Bus oder PKW nur über deutsches Bundesgebiet erreichbar ist.

Um von hier aus auf österreichisches Terrain zu gelangen, muss man entweder "gut zu Fuß sein" oder eine ca. 45 km lange Autofahrt auf sich nehmen.

Damals und Heute

Eine große, bis heute spürbare Rolle spielt aber selbstverständlich der ganz besondere, geschichtliche Werdegang der Volksgruppe der Walser. Im 13. und 14. Jahrhundert machten sich einzelne Gruppen von Wallisern oder eben Walsern vom Berner Oberland gen Osten auf, siedelten sich in hochgelegen Alpregionen an und begannen die Flächen zu bewirtschaften.

So kamen diese widerstandsfähigen, ehrgeizigen und äußerst geschickten Menschen auch in das heutige Kleinwalsertal und sorgten für einen, für die damaligen Verhältnisse und Lebensumstände, erstaunlichen Wohlstand.

Man spricht in diesem Zusammenhang auch zu Recht von der Völkerwanderung durch die zentralen Alpen.

Auch heute noch

stehen zahlreiche originale Walserhäuser im Tal und die Tatsache, dass diese – nach mehreren 100 Jahren – noch bewohnt werden, spricht für die hohe Baukunst der damaligen Erbauer.

Wer auch nur ein kleinwenig für geschichtliche Entwicklungen übrig hat, der kann sich im Walser Museum Riezlern, bzw. der Bergschau im Walserhaus in Hirschegg, ausführlich über die Entwicklungen des Tales und seiner Bewohner informieren.


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